venenzentrum, würzburg, venen, leiden Endovenöse Operation – Radiofrequenzverfahren – Venenzentrum-Wrzburg

Endovenöse Operation – Radiofrequenzverfahren

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postoperativ 10. Tag

 

Dieses seit 1998 in Deutschland zugelassene minimalinvasive, schonende Verfahren dient zur Verhinderung von Rückfluss von venösem Blut in das Bein durch thermischen Verschluss der krankhaft veränderten Stammvene (Vena saphena magna und/oder Vena saphena parva). Diese wird nicht entfernt, weil sie vom Körper abgebaut wird.

Der Verlauf der insuffizienten Stammvene wird von der Leiste – VSM (von der Kniekehle – VSP) aus unter Ultraschalldarstellung angezeichnet. Gleichzeitig können abgehende Seitenäste markiert werden. Außerdem werden die äußerlich sichtbaren Krampfadern angemalt.

Dieses präoperative Mapping sollte vom Operateur und unter Ultraschalldarstellung erfolgen. Nur so sind optimale Ergebnisse zu erzielen. Dies gilt auch für alle anderen operativen Behandlungsverfahren von Krampfadern.

Bei der Operation wird unter Ultraschallkontrolle die Vene punktiert (in Ausnahmefällen ist eine Freilegung der Vene notwendig). Nach Einbringen einer Schleuse wird der Radiofrequenzkatheter eingeführt und bis zur Leiste – VSM (VSP bis zur Kniekehle) vorgeschoben. Die korrekte Lage des Katheters wird mit Ultraschall kontrolliert. Zum Schutz des Gewebes um die Vene und zur Kompression der Vene wird um diese Flüssigkeit injiziert. Auch dies geschieht ultraschallkontrolliert.

Nun wird für eine definierte Zeit Wärmeenergie freigegeben, die zur Erhitzung auf 120 Grad Celsius führt und somit die Vene schrumpft und verschließt. Der Vorgang wird segmental (alle 7 Zentimeter) durchgeführt bis die krankhaft veränderte Vene komplett verschlossen ist.

Bei Notwendigkeit kann in der Sitzung eine Miniphlebektomie der sichtbaren Seitenäste vorgenommen werden.

Die Vorteile dieses neuen Verfahrens sind die deutliche Reduktion von Schmerzen und Blutergüssen, das hervorragende kosmetische Ergebnis fast ohne Narben, da keine Leisten- (Kniekehlen-) schnitte notwendig sind, und die kürzere Rekonvaleszenzzeit mit deutlich schnellerer Arbeitsaufnahme.

Insgesamt zeigt sich eine signifkante Verbesserung der postoperativen Lebensqualität und der besseren Patientenzufriedenheit im Vergleich zur Strippingoperation.

Das American Venous Forum hat in seiner aktuellen Leitlinie die endovenöse Operation der Stammvenenkrampfadern als primäres Behandlungsverfahren festgelegt. Mittlerweile werden dort um die 90% der Operationen mit diesem Verfahren durchgeführt.

In Deutschland ist die Kostenerstattung immer noch problematisch und bei gesetzlich versicherten Patienten nur durch Selektivverträge einzelner Krankenkassen gewährleistet. Sie werden hier gerne in der Praxis beraten.

Unter dem nachfolgenden Link erhalten Sie weitere Informationen und können ein Video über das Behandlungsverfahren ansehen.

http://venefit.covidien.com