venenzentrum, würzburg, venen, leiden Sklerotherapie (Flüssigkeit und Schaum) – Venenzentrum-Wrzburg

Sklerotherapie (Flüssigkeit und Schaum)

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Besenreiser und retikuläre Venen

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Sklerotherapie

Zur Verödungstherapie ist in Deutschland nur Polidocanol (Aethoxysklerol®) zugelassen. Je nach Krampfadergröße kann es als Flüssigkeit oder als Schaum injiziert werden. Das Mittel führt zu einer künstlichen, sterilen Entzündung der Venenwand. Die Krampfader wird bindegewebig umgewandelt und ist verschlossen. Der Körper baut mit der Zeit den Bindegewebsstrang ab.

Bei den typischen roten Besenreiser und den größeren blauen retikulären Venen handelt es sich um Varizen direkt unter der Hautoberfläche. Bei diesen kleinkalibrigen Venen ist die Sklerosierung Mittel der Wahl. Unter Verwendung einer Lupenbrille und einer hauchdünnen Nadel (32G) werden die Krampfadern direkt punktiert und das Mittel eingespritzt. Danach erfolgt die Anlage eines Druckverbandes, der für 2 Tage belassen werden sollte. Ein Kompressionsstrumpf wird für 1 bis 2 Wochen empfohlen. Meistens sind mehrere Sitzungen notwendig und ca. 70 bis 90 Prozent der Varizen können „entfernt“ werden.

Bei Seitenast- und Rezidivkrampfadern ohne Nachweis eines Rückflusses in der Vene, kann unter Ultraschallkontrolle die Schaumsklerosierung vorgenommen werden. Im Stehen werden die sichtbaren Venen – unter Farbdopplerkontrolle – die etwas tiefer liegenden Venen punktiert. Zur Injektion wird der Patient dann hingelegt. Dies geschieht unter Verwendung der Phlebologieliege , damit sich der Patient nicht bewegen muss und somit ein Verrutschen der Nadeln aus den Venen unwahrscheinlich ist. Der Schaum wird in die Krampfader gespritzt und die Verteilung kann mittels Ultraschall verfolgt und kontrolliert werden. Auch hier erfolgt die Anlage eines Druckverbandes, der für 3 Tage belassen werden sollte. Dann ist eine Kompressionstherapie für 3 Wochen indiziert.

Die Sklerotherapie wird häufig von gesetzlichen Krankenkassen und teilweise auch von privaten Krankenkassen nicht übernommen.